The Burning Hell & Susie Asado

The Burning Hell

Ort Dresden, Ostpol
Folk-Rock/Songwriter aus Kanada und Deutschland
Danach tanzen mit Root Damage Disko

THE BURNING HELL (DUO)
Ariel Sharratt und Mathias Kom sind Teilen der musikhörenden Öffentlichkeit möglicherweise bekannt als zwei Fünftel der kanadischen Band THE BURNING HELL . Mit ihrem hier vorliegenden Debut als Duo, "Don't Believe The Hyperreal", präsentieren sie eine Songkollektion die eher zu intimen Zusammenkünften passt, als zu den Stadionbühnen und Kreuzfahrtschiffen auf welchen sie sonst als Band gewohnt sind zu spielen. Im Geiste der großen Duett Alben der 60er leuchten Ariel Sharrat & Mathias Kom mit trockener Herzenswärme die schattigen Ecken der Liebe unter Menschen aus, die Marotten und Frustrationen des Flirtens, und die Möglichkeit dass es da draußen in diesem dunklen Universum - für uns alle - jemanden gibt, der sich für ein Duett eignet

SUSIE ASADO
Susie Asado ist keine Person. Susie Asado ist ein Gedicht. Susie Asado ist eine Band. Das Spiel mit Namen und Begrifflichkeiten, dem Verschmelzen von Literatur und Musik, dem Auflösen von Innen und Außen zeichnet auch „State of Undress“ aus: Das neue Album der Berliner, aufgenommen im binauralen Kunstkopf-Verfahren, transzendiert das titelführende „Entkleiden“ in eine einladend bildhafte Reise durch menschliche und zwischenmenschliche Schichten; stets liebevoll trotzig und sperrig. Songwriterin Josepha Conrad weiß um die Macht der Stille, in der sie ihre eindringlich getexteten Geschichten erzählt, als sei man ganz mit ihr allein. Den verspielten Rahmen dieser minimalistischen Intimität weben stilprägende Bässe, Ukulele, Violine und Klarinette, nur gelegentlich angeschoben von sanfter Percussion, bisweilen in koketter Schräglage und Arrangements, die im Kleinen gerne mal augenzwinkernd Haken schlagen. Man fühlt sich an die Kompromisslosigkeit von Tom Waits ohne dessen verwüstete Aura erinnert, an den einnehmenden Charme von Regina Spektor, oder die kämpferische Lyrik einer Patti Smith, doch können diese Vergleiche nur eine Linie ziehen, eine Grenze, die keine sein will, auf welcher Susie Asado sich mit schulterzuckender Lässigkeit bewegen. Ob der Titelsong „State of Undress“ fast ausschließlich auf einer Basslinie, oder „This is Not Rain“ zerbrechlich auf einer Handvoll Gitarrennoten balanciert, Reduktion ist das Gebot der Stunde. Einmal führt Josepha Conrad Zwiesprache mit den spärlich aber zielsicher eingesetzten Chören, um sich kurz darauf, in „Under Under“, regelrecht von ihnen durch ihre tiefsinnigen Beobachtungen tragen zu lassen. Dass ihr künstlerischer Background in der amerikanischen Lyrik zu verorten ist, dass Brecht in ihrem erzählerischen Verständnis eine ebenso große Rolle spielt, wie Hildegard Knef, verwundert beim Blick in ihre Texte ganz und gar nicht. Hier gehen spezieller Humor und eine tiefe Verneigung vor der Sprache als Instrument munter Hand in Hand, und irgendwie vollbringen Susie Asado das wundervolle Kunststück allen Tiefgang ihres versponnenen Folk-Pop mit einer zauberhaften Leichtfüßigkeit vorzutragen, die ihresgleichen sucht.

Tickets VVK 8 Euro, AK 10 Euro
Infos wearetheburninghell.comsusieasado.com

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