Nicht beschweren, selber machen!

Stefan Honig von HONIG ist Songwriter aus Düsseldorf – und Headliner beim Dynamite-Geburtstag am
4. März in der GrooveStation Dresden.

Vor etwas mehr als drei Jahren hast Du Dein erstes Dresden-Konzert ganz intim in der Galerie drei gespielt. Inzwischen sind Deine Bühnen in der Regel wesentlich größer. Wo ist nur die Zeit hin?

Ja, das fragt man sich manchmal. Allerdings hatte ich Ende 2015 auch ein gegenteiliges Gefühl. Wir haben so viel gemacht, dass es mir sehr seltsam vorkam, dass die erste Tour of Tours auch noch im selben Jahr stattgefunden hatte. Das kam mir schon viel länger vor. Aber an sich hast du Recht. Die Zeit fliegt. Deswegen ist es auch nicht schlimm, wenn wir in diesem Jahr mal weniger Konzerte spielen. Es wird sich später anfühlen, als wären wir nie weg gewesen.

In Düsseldorf und Köln bist Du manchmal selbst als Veranstalter tätig. Warum braucht es diesen Perspektivwechsel?

Für mich gehörte das immer schon zusammen. Man kann sich als junge Band nicht immer beschweren, dass es keine Auftrittsmöglichkeiten gibt. Mann muss auch selber was machen. Die Kontakte zu den Bands, die ich gebucht habe, haben mir auch immer für mein eigenes Booking geholfen und es sind Freundschaften fürs Leben entstanden.

Dresden hat es zur Zeit in der öffentlichen Wahrnehmung nicht ganz leicht. Was verbindest Du mit der Stadt?

Für mich hatte Dresden immer einetolle Atmosphäre. Für mich passt dieses Pegida-Ding glücklicherweise nicht zu dem Bild, das ich von der Stadt habe. Aber Vollidioten gibt es leider überall und obwohl Dresden eine Stadt ist, die schon einmal stark unter diesen Menschen leiden musste, scheinen das viele schon vergessen zu haben. Mein Bild von Dresden wird aber weiterhin von meinen persönlichen Erlebnissen geprägt bleiben – und die waren bis jetzt alle sehr angenehm!

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